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Sommer, Sonne, Insektenstiche.

Welche (natürlichen) Hausmittel lindern den Schmerz, wirken entzündungshemmend und helfen gegen Juckreiz bei Insektenstichen?


Meine Tochter reagiert lokal heftig auf Insektenstiche aller Art. Am schlimmsten bei Bienen und Wespen. Nach dem letzten Stich im Fuß durfte sie fünf Tage nicht herumtollen – bei einer aktiven 6-jährigen eine unhaltbare Situation. Letztes Jahr waren wir nachts sogar beim Notdienst, da sich die Einstichstelle zunehmend verfärbte und dick anschwoll. Also habe ich nachgefragt, was es noch für Möglichkeiten gibt, Insektenstiche schnell zu behandeln - ohne gleich die Chemiekeule auszupacken (die jedoch lebensnotwendig ist, wenn eine Allergie vorliegt). Hier sind die Antworten und Empfehlungen:

Lavendel, Blumenmädchen, Sommer, Blumenkranz, Mohnblume,
Ursula. Acryl auf Canvas.


Lavendelöl


Hat das Insekt zugestochen, wirkt Lavendel am besten in Form eines ätherischen Öls. Direkt auf den Stich aufgetragen, lindert es den Schmerz und Juckreiz. Das im Lavendelöl enthaltene Linalool und Linalylacetat wirkt beruhigend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Zudem ist Lavendelöl ein bewährtes Hausmittel zur Abwehr von Mücken. Der intensive Geruch missfällt den kleinen Plagegeistern. Etwas Lavendelöl mit Mandel- oder Kokosöl vermischen (im Verhältnis 1:10) und damit einreiben. Meine Empfehlung ist, 100%ige ätherische Öle zu nutzen.


Zwiebel


Schon meine Oma sagte immer: »Eine Zwiebel auf den Stich und du spürst den Schmerz nicht.«  

Eine Zwiebel halbieren und ein Gitter in eine Hälfte ritzen, damit der Saft besser fließt. Für eine halbe Stunde auf den Stich legen. Der Zwiebelsaft hat antibakterielle Eigenschaften, desinfiziert, hat einen kühlenden Effekt und lindert den Juckreiz. Octenisept* Desinfektion Ein Tipp meiner Kinderärztin, aber auch von anderen Müttern: Octenisept großzügig auf die betroffene Stelle sprühen und kühlende Kompressen auflegen. Das Desinfektionsmittel zieht das Insektengift heraus und beugt Entzündungen vor. Wir haben immer eine Flasche im Kühlschrank, damit bereits das Auftragen für Linderung sorgt. Tooth Oil Eine Empfehlung einer Leserin, die damit schon Erfahrungen machen durfte. Das Tooth Oil von Ringana* lindert den Juckreiz bei Insektenstichen und beugt Entzündungen vor. Das Mittel enthält Kurkuma (gegen Entzündungen), Minzöl, Sternanisöl, Zimtöl und Eukalyptusöl.


Knoblauch


Ähnlich wie bei der Zwiebel, hilft eine halbierte Knoblauchzehe auf der Einstichstelle, die Entzündung zu hemmen und den Juckreiz zu lindern.


Spitzwegerich


Der Spitzwegerich wurde 2014 zur "Arzneipflanze des Jahres" gewählt. Er enthält das antibiotisch wirkende Aucubin, dazu Gerb- und Schleimstoffe. Sie wirken einerseits reizlindernd und auf der anderen Seite entzündungshemmend. Der Spitzwegerich ist eine alte Heilpflanze bei Husten und Insektenstichen. Wer unterwegs ist und gestochen wird, zerreibt ein paar Blätter zwischen den Fingern bis der Saft austritt und trägt diese auf den Stich auf. Am besten noch ein Pflaster darüber kleben oder wenn möglich die Masse mit einem Verband fixieren. Die in der Pflanze enthaltenen Gerbstoffe ziehen das Gewebe zusammen und wirken schmerzlindernd. Die Schleimstoffe kühlen und lindern den Juckreiz. Dazu kommt die natürliche antibiotische Wirkung des Spitzwegerichs gegen Entzündungen der Einstichstichstelle. Quarkwickel Ich habe immer eine Packung Speisequark im Kühlschrank. Entweder zum Essen oder als Heilmittel bei Halsschmerzen. Quarkwickel lindern aber auch Entzündungen nach Insektenstichen. Die enthaltene Milchsäure wirkt abschwellend und entzündungshemmend. Der Kühleffekt lindert leicht den Schmerz. Ich packe ca. 3 Löffel Speisequark auf ein Küchentuch und schlage es einmal um. Diese Packung kommt direkt auf den Stich oder den Hals und wird noch einmal mit einem Mulltuch oder ähnlichem fixiert. Zwanzig Minuten einwirken lassen. Retterspitz Als Gelee kühlt und lindert Retterspitz den Juckreiz sofort. Einfach auftragen. Das Gelee bildet einen Schutzfilm auf der Haut. Retterspitz als kühlende Umschläge verwendet, hilft auch gegen Entzündungen und Schwellungen. Essig Umschläge Einfach Apfelessig auf die schmerzende Stelle auftupfen oder auf ein Tuch geben und mit einer Mullbinde oder ähnlichen fixieren. Apfelessig hat kühlende und juckreizlindernde Eigenschaften, die angeblich auch das Wespengift auflösen. Arnika D30 In Kombination mit einer Arnika-Tinktur als kühlenden Umschlag und den Arnika-Globuli D30, soll der Stich schnell vergessen sein. Zusätzlich kann noch die homöopathische Salbe aus Arnikablüten aufgetragen werden. Aloe Vera aus der Kühltruhe In vielen Biomärkten gibt es Aloe-Vera-Blätter tiefgekühlt zu kaufen. In den Blättern der Pflanze befindet sich ein Gel, das kühlt und entzündungshemmend und antiseptisch wirkt. Entweder das aufgeschnittene Blatt auf den Stich auflegen oder das Gel vorsichtig herauskratzen und auf die Stelle geben.


 


Einige der Empfehlungen konnten wir schon ausprobieren. Die Zwiebel hat gute Ergebnisse erzielt und auch das Lavendelöl (ich nutze das von Doterra*). Aber auch kühle Umschläge und Octenisept* linderten Schmerz und Juckreiz. Als Fan von Globuli bin ich gespannt auf die Wirkung von Arnika D30* in Kombination mit der lokalen Stichversorgung. Noch besser wären keine weiteren Insektenstiche, aber das liegt nicht komplett in meinen Händen.


Wenn du einen Tipp oder eine Empfehlung ausprobieren möchtest, entscheide bitte nach bestem Wissen und Gewissen, was für dich / euch richtig und gut ist. Ich übernehme keine Gewähr. Ich freue mich jedoch auf deine Rückmeldung mit deiner Erfahrung.


Wenn du einen weiteren Tipp hast, kommentiere hier gern.


*unbezahlte Werbung / Nennung



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