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Recap: von losen Gedanken, neuen Aufbrüchen und Netzwerkfallen.




Klarheit und Leichtigkeit.


Das sollte mein Motto für das Jahr 2023 sein. Und ein bisschen davon, ist auch passiert. Irgendwo zwischen der drölften Erkältung, Umsatzeinbruch und Sommerloch, guckte mich die glasklar das Leben an und verlangte mir eine Entscheidung ab. Weitermachen oder aufhören. Neuen Mut sammeln oder dem Scheitern eine Chance geben. Investieren oder loslassen.


Ich habe mich für mich entschieden.


Für den Blick nach vorn und ein offenes Herz. Für eine neue Strategie und weniger Ablenkung. Vor allem durch soziale Medien und dem ständigen Vergleich. Der bleibt nämlich nicht aus, weil Vergleichen in unserer DNA liegt. Nur irgendwann ist es einfach genug. Nämlich dann, wenn der Frust überhand nimmt, statt zu fördern. Bei mir war es so weit, nachdem mir wiederholt eine Unternehmerin von ihrem Momlife mit 3 Kids, einer neuen Eigentumswohnung und einem sechsstelligen Umsatz innerhalb des ersten Businessjahres erzählt hat. Fast hätte ich mein iPhone in die Ecke geschmissen, doch stattdessen nahm ich mich selbst an die Hand und stellte mir folgende Fragen:


1. Was weißt du wirklich über diese Person?

2. Schöner Schein oder wirkliches Sein?

3. Bin ich neidisch?

4. Könnte es sein, dass diese Mombosses andere Startbedingungen hatten? Zum Beispiel mehr finanzielle Rücklagen, ein anderer familiärer Rahmen oder Gewinne aus Immobilienverkäufen?


Reflektion, ist nicht nur eine Spiegelung der Sonne in einer Glasscherbe.


Klar habe ich mich auch ein wenig über mich selbst aufgeregt. Dass ausgerechnet ich in diese Falle tappe. Da hilft nur Krönchen richten und herausklettern. Instagram einfach mal eine Pause gönnen und überlegen, wie es weitergeht. Denn dass es weitergeht, ist klar. Fokussierter, mehr offline statt online. Und ehrlich: das tut gut!

Mir und meinem Business. Instagram ist nicht der heilige Gral für Soloselbstständige, Unternehmen und Marken. Es ist eine APP, die dich weiterbringen kann oder eben nicht. Mit und ohne Strategie. Es ist ein bisschen Fluch und ein bisschen Segen. Ich mag das Schöne daran, den bunten Content, die vielen Menschen, die ich hier treffen darf, die Interaktion und Inspiration. Und genauso möchte ich Instagram weiternutzen. Ich möchte Geschichten erzählen, ein wenig über meinen Alltag schnattern, farbenfrohe Bilder teilen und das Leben feiern. Mit seinen Höhen und Tiefen. Ich möchte die Leichtigkeit zurück, mit der ich in dieser APP vor vielen Jahren startete. Als Autorin und Schreibende, als Illustratorin und Kunstliebende. Mit Bildern von Kaffeegesichtern und Buchempfehlungen anderer Autor:innen. Mit ein wenig Gossip und Geplänkel über Fashion und Lifestyle. Mit Themen, die nahe gehen und Beiträgen, die das Herz erfreuen.

Für den schnörkelosen Blick aufs Business, findest du mehr Themen auf meinem LinkedIn-Profil: KLARTEXT auf LinkedIn


Die Elterngeld-Debatte


Apropos Business und Geld verdienen. Der Aufreger der Woche war wohl die Diskussion über die Streichung von Elterngeld ab einem Gesamteinkommen von 150.000 Euro. Verena Pausder startete dazu eine Unterschriftenaktion . Ich habe diese unterschrieben. Und das, obwohl weder mein Mann noch ich ein weiteres Kind wollen oder über Einnahmen ab 150.000 Euro im Jahr verfügen. Meine Intention ist, ein Zeichen zu setzen. Weil Familien und Kinder in unserem Land zu oft hinten angestellt werden. Für mich steht nicht die Höhe des Elterneinkommens zur Debatte, sondern dass diese dafür gearbeitet haben und Steuern darauf zahlen. Das in einer Demokratie jeder gleichgestellt werden sollte. Und mal ehrlich, wer von beiden Partnern bleibt im ersten Jahr mit dem Kind daheim? In den meisten Fällen die Frau. Ein Jahr kein Elterngeld, heißt auch, ein Jahr nicht in die Rente einzahlen. So what! Es reicht. Es wird Zeit für eine Familienpolitik, die wirklich familiär denkt. Die Mütter unterstützt und Vätern mehr Möglichkeiten an die Hand gibt. Ich wünsche mir mehr bessere Bedingungen für Erzieherberufe, damit neu gebaute KiTas auch personell gefüllt werden können. Ich wünsche mir mehr Unterstützung in der kompletten Care-Arbeit und mehr Wertschätzung für Eltern und Pflegende. Es gibt viel zu tun. Ich packe gern mit an. Bist du dabei oder ganz anderer Meinung? Ich freue mich immer über regen und fairen Austausch.





Was war diese Woche sonst noch los?


Der Sommer ist voller Veranstaltungen, Konzerte und Netzwerkevents. Zwei davon habe ich besucht und wieder viele großartige Menschen getroffen. Manche fürs Herz, andere fürs Business, einige davon für beides. Ansonsten gabs viel Eis, eine neue Haarfarbe, noch mehr Liebe und eine neue Folge And Just Like That. Ist dir auch aufgefallen, wie freizügig die Charaktere plötzlich sind? In Folge drei gabs eine nackte Miranda und in der vierten Charlotte beim (angedeuteten) Blowjob mit Harry. Auch die Themen sind realitätsnäher als in früheren Staffeln. Ich feiere diese neue Freizügigkeit, das Leben in den Gesichtern der Darsteller und diese Imperfektion.


Nicht perfekt sein heißt, frei zu sein.


Eine Empfehlung habe ich noch für dich, wenn du gern Krimis liest: die Bücher von Romy Fölck, um das Ermittler-Duo Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Alle sechs Teile (der neueste Band erscheint Ende Juli) spielen in der Elbmarsch und versprechen Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Ich habe sie alle gelesen. Wenn du lieber zuhörst, dann gibts die Bücher auch als Audio auch auf die Ohren.

Mehr habe ich heute nicht zu erzählen. Ich genieße jetzt die letzten Sonnenstunden vom Sonntag im Planschbecken meiner Tochter, kühle den Opihund mit der Wasserpistole ab und lausche dabei den Grillen und Brummelbienen. Komm gut in die neue Woche und habs schön!



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