top of page

Ich möchte dich einladen…

mich auf einen Spaziergang zu begleiten. Der Hund ist auch dabei. Ich hoffe, das ist okay für dich?

Vielleicht magst du Jahresbeginne, Monatsanfänge, den Wochenstart und wenn der Tag erwacht, genauso wie ich? Den Aufbruch und die Euphorie von Neuem, die Neugier auf das, was vor einem liegt. Die Vorstellung davon, was sein könnte und der unbedingte Wunsch, das umzusetzen. Das Kribbeln im Bauch. Die Vorfreude. Den Fokus richten. Dann komm gern mit.

„Ich gehe meinen Weg, egal ob gerade oder schräg.“ Udo Lindenberg

Es ist ein wenig ruhig hier geworden. Im Blog. In den sozialen Netzwerken. Mir fehlte einfach die Power, alles zu bedienen. Die habe ich nämlich in meine Familie und in meine Selbstständigkeit gesteckt. Ich habe gewerkelt, gebastelt, Konzepte angenommen, abgelehnt, mich manchmal sehr weit aus dem Fenster gebeugt und mich im letzten Augenblick wieder gefangen. Ich habe probiert, getestet, gelernt und umgedacht. Manchmal kam mir das Leben dazwischen, manchmal der fehlende Schlaf. Doch nun ist alles an Ort und Stelle gerückt und erste Projekte sind angelaufen.



Mandy Kämpf


Der Spatz

Du bist neugierig, was das ist? Das mag ich auch. Neugierde.

Eines der Projekte ist das Bücherschreiben. Immer wieder habe ich es angekündigt, doch mein Fokus darauf ist zwischen Wäsche waschen, Job, Haushalt, Familie und dem Alltag verloren gegangen. Also Blickwinkel richten, Komfortzone verlassen und das eigene Mindset überdenken.

Das kann ich am besten, wenn ich aus der Starre des Alltages zur Seite trete. Es reicht schon, wenn ich Kleinigkeiten ändere. Das Sonntagsfrühstück zum Beispiel. Denn während mein Mann gestern mit Freunden im Garten am Baumhaus unserer Tochter werkelte, fuhr ich mit ihr an den See. Statt Brötchen gab es Rühreier und Pizza und ein Spatz beobachtete jedes Krümelchen, was uns von der Gabel fiel. Vor allem die Krümel meiner Tochter hatten es ihm angetan. Rollten diese doch wie von Zauberhand in seine Richtung. Als ob ein zartes Lüftchen diese angestoßen und in die Nähe seiner Krallen kredenzt hätte.

Ich beobachtete den Spatzen, wie er die Krumen beobachtete. Den Fokus klar gesetzt, mit kurzem Zwinkern zur Seite, ob die Umgebung noch passte und dann: Pick. Pick. Pick.

Als alle unsere Bäuche gut gefüllt waren, flatterten und gingen wir weiter. Der eine zum nächsten Tisch, wir zum Spielplatz und später in den Garten. Das Baumhaus bewundern, wie es stolz auf seinen vier Pfeilern ruht. Darunter hatte es sich unser Hund im Schatten gemütlich gemacht. Ein wenig blass sieht es noch aus, das Holzhaus, nicht der Hund. Doch drei Töpfe mit Farbe warten schon darauf, dass pippilangstrumpfigste Haus in der ganzen Straße zu gestalten. Zur Freude unserer 4jährigen und zur Besorgnis des Papas, im Google-Streetview ganz oben zu ranken. Als Kinderhotspot.



Bistrotisch mit Kaffee & Buch


Zitat

Am Abend im Bett, mit meinem Kind im Arm, dachte ich noch einmal an das Vögelchen am See zurück. Wie klar es seinen Fokus setzte und nur das wirklich wichtige um sich kurz betrachtete. Und ich beschloss, es ihm gleichzutun. Fokussieren, absichern, anpacken.

Wie passend, dass gerade ein neuer Monat beginnt, eine neue Woche und heute der erste Tag von all dem ist. Und Zeit wird’s. Für ein neues Buch. Die letzte Veröffentlichung liegt fast 5 Jahre zurück. Und Zeit wird’s für ein eigenes Buch. Ohne die Stammtischmeute und ohne … Verlag.

Warum? Und wie dann?

Weil ich es für mich probieren möchte. Das Selfpublishen. Das eigenverantwortliche Veröffentlichen mit allem, was dazu gehört. Die Gestaltung, die Umsetzung. Marketing, Verkauf. Ich möchte jeden Schritt kennenlernen und freue mich so unbändig darauf.

Denn: Es ist mein Weg. Egal ob gerade oder schräg.

Die ersten Schritte sind getan und meine Kurzgeschichten von den Verlagen gelöst, wo ich sie einst veröffentlichen durfte. Nun überarbeite ich diese. Sie sind teilweise in die Jahre gekommen und dürfen sich nun – wie ich – weiterentwickeln. Sprachlich vor allem, aber auch inhaltlich. Illustrationen werden hinzugefügt und das Cover entwickelt. Am Ende steht da mein fertiges Buch und darf in den digitalen und analogen Druck. Doch ist‘s kein Ende, sondern der Anfang von kleinen, feinen Kriminalgeschichten, die nun in Häuser und Wohnungen einziehen, die in Hängematten liegen und quer von Bus und Bahn durch die Stadt getragen werden. Die neben einem Kaffee pausieren oder unter der Bettdecke gelesen werden. Die in der Büroschublade liegen und zum Snack am Arbeitstisch hervorgeholt werden. Geschichten im Bad, für die ruhigen Minuten. Am Strand und im Fahrstuhl, auf dem Weg nach oben.

Wer möchte, begleitet mich ein Stück. Ich freue mich über jeden, der neugierig ist und ein wenig seiner Zeit mit mir teilen möchte.

01. August 2022 Mandy Kämpf

0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comentarios


bottom of page