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Geschichten aus dem Leben.

„Sie sehen sehr hübsch aus!“, spreche ich die ältere Dame an. Sie lächelt überrascht und rückt ihren Sonnenhut zurecht. Sie trägt eine weite Bluse zu einer lilafarbenen Blumenhose. Viele freundliche Falten tanzen auf ihrem Gesicht, als sie mir antwortet.

„Und ich habe überlegt, ob sie einen Hund bei sich führen. Sie sehen aus, als hätten sie einen Hund, mit dem sie spazieren.“

Ich nicke und zeige auf meinen vierbeinigen Freund, der sich im Schatten der Bäume versteckt hat.

„Ach!“, sagt sie „Dann hatte ich damit recht. Denn mein zweiter Gedanke war, vielleicht ist die Frau auch eine Philosophin.“

Jetzt lächele ich und zucke mit den Schultern.

„Vielleicht sind sie auch beides!“ Mutmaßt sie fröhlich.

Dann wünschen wir uns einen guten Weg und einen sonnigen Tag.

>Ein kleines bisschen Philosophin und ein großes bisschen Autorin und Storyteller< denke ich, als ich meinen Weg fortsetze. Denn wie ein Philosoph suche ich Antworten auf die Sinnfragen dieser Welt, über die Menschen und unsere Umwelt. Ich denke. Viel. Aber wie ein Autor verpacke ich diese Fragen und mein Wissen in Geschichten. Meine Protagonisten sind die Fragesteller und die Antwortgeber. Sie wachsen mit den Zeilen, die ich schreibe.

Das ist das Schöne am Geschichtenschreiben: das Lernen. Nicht stehen zu bleiben, sondern beständig vorwärtszugehen. Geschichten bestehen immer zu einem Teil aus Wahrheit und zu einem Teil aus Fiktion. Mal überwiegt das eine, mal das andere. Es kommt darauf an, was das Ziel ist. Und darauf, das Interesse oben zu halten. Die Story weiterzuspinnen. Den Leser auf eine Reise mitzunehmen.

In einem Buch. In einem Text. Immer da, wo Geschichten erzählt werden.

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